Elend und Not der Galgos und Podencos in Spanien Galgos und Podencos, die es in unterschiedlichen Arten gibt (Zuchteinschlag als auch vom Fell her), gibt es in Spanien in Überfluss. Diese Wind- und Jagdhunde haben eine lange Tradition und werden/wurden speziell zur Jagd und als Unterhalt-Finanzierer eingesetzt. Weh oh weh aber, wenn diese flinken, grazilen und äußerst sensiblen Geschöpfe für ihren jeweiligen Besitzer unbrauchbar werden. Da wird leider nicht lange gefackelt und was da mit ihnen angestellt wird, um sie zu „entsorgen“, ist mit gesundem und gewissenhaftem Menschenverstand absolut nicht nachvollziehbar. Die wohl schnellste Art ist das Erhängen; leider gibt es so viele grausame Methoden wie z.B. Ersäufen, Aufspießen und sonstige Misshandlungen, zu Tode hetzen und, und, und ..., so dass sie daran elendig zugrunde gehen und/oder verhungern und verdursten. Die Abartigkeiten mancher Menschen, die sich leider noch Menschen nennen dürfen, sind so unverstellbar fürchterlich, dass man am liebsten nur noch heulen könnte und denen das selbe Grauen antun möchte! Respekt gebührt den aktiven Tierschützern, die vor Ort versuchen, solche Tiere zu retten, einzufangen, aus Tötungsstationen zu holen, kranke geschundene Tiere aufzupäppeln, nach Deutschland auszufliegen und anschließend in ein gutes Zuhause zu vermitteln. Dennoch sind gerade diese Hunde teilweise schwer vermittelbar, denn aufgrund ihrer schrecklichen Erfahrungen, die die meisten von ihnen machen mussten, sitzen ihre Ängste und Traumata so tief, dass sie dem Menschen mehr als misstrauisch und ängstlich gegenüber stehen und somit natürlich keine guten Vermittlungschancen haben. Solche Tiere brauchen oft eine lange Zeit, manchmal gar Jahre, bis sie sich einem bzw. IHREM Menschen völlig anvertrauen und ohne große Ängste durch’s Leben gehen und auch wieder Freude und Lebenslust empfinden.
Unsere Leonie ist leider auch eines dieser vielen Opfer, sie wurde vor dem Ertrinken aus einem Wassertank gerettet, wie schon im Kapitel „Leonie“ beschrieben. Wir können nur jedem Hundefreund empfehlen, sich eines solchen Hundes anzunehmen und so etwas Gutes zu tun. Und wenn es nicht möglich ist, selbst einen Hund zu halten, dann vielleicht als Pflegestelle oder indem man eine Patenschaft für ein Tier übernimmt. Es gibt so viele Tierschutzorganisationen, die für jede kleine Aufmerksamkeit dankbar sind, also denkt bitte auch mal darüber nach.
Danke im Namen aller herrenlosen und leidenden Hunde!
Da ist viel Geduld und Verständnis gefragt und oft geht es nicht ohne die Hilfe professioneller Trainer und Hundeexperten.
Unter den "Tierischen Links" gibt es einige Tierheime und Organisationen, die diesbezüglich tätig sind, wenn ihr euch näher dafür interessiert, Galgos, Podencos und anderen ausländischen Hunden zu helfen.